Gesundheitsreform

Das deutsche Engagement in Kirgisistan im Schwerpunkt „Gesundheit“ zielt auf die langfristige Verbesserung der Gesundheitssituation der kirgisischen Bevölkerung und ist in einem regionalen Sektorschwerpunktpapier “Gesundheit Zentralasien“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) definiert. Es will das kirgisische Gesundheitssystem dabei unterstützen, den epidemiologischen und demographischen Herausforderungen der Zukunft nachhaltig und sozialverträglich zu begegnen, die Armut zu bekämpfen und die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen.

Mit ihren Programmen im Gesundheitssektor unterstützt die deutsch-kirgisische entwicklungspolitische Zusammenarbeit vor allem das nationale Gesundheitsreformprogramm „Manas Taalimi“. Dieses wurde von der kirgisischen Regierung zu Beginn des Jahrzehnts eingeleitet und soll insbesondere den Zugang der Bevölkerung zu Gesundheitsdienstleistungen erleichtern, die finanziellen Belastungen im Krankheitsfall reduzieren sowie die Patientenorientierung und die Transparenz des Versorgungssystems verbessern. Die Förderung erfolgt gemeinsam mit den Entwicklungshilfeorganisationen DFID (UK), SDC (Schweiz), Sida (Schweden) und der Weltbank im Rahmen eines „Health SWAp“ (Korbfinanzierung). Sie ist integraler Bestandteil der gemeinsamen “Joint Country Support Strategy“ der wichtigsten Geber zur Unterstützung der nationalen Entwicklungsstrategie Kirgisistans. Der in diesem Kontext kontinuierlich stattfindende Dialog der beteiligten Geber mit der kirgisischen Regierung kann als exemplarisch für die Region betrachtet werden.

Neben der Unterstützung bei der Umsetzung des nationalen Gesundheitsreformprogramms „Manas Taalimi“ fördert Deutschland die Gesundheit von Müttern und Kindern sowie die Verbesserung der Notfallversorgung, vor allem in ländlichen unterversorgten Gebieten, und leistet wichtige Beiträge zur Bekämpfung von Tuberkulose und HIV/AIDS.

Bei den letzten Regierungsverhandlungen über die entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Regierung der Kirgisischen Republik und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland 2014-2015 wurden für die Kooperation im Gesundheitssektor die Neuzusagen i.H. 12,95 Mio. Euro insbesondere für weitere Unterstützung des sektorweiten Ansatzes zur Umsetzung des nationalen Gesundheitsreformprogramms zugesagt, u.a. für das erste bilaterale TZ-Vorhaben im Schwerpunkt Gesundheitswesen. Es fördert – komplementär zum bereits laufenden FZ-Vorhaben – die Perinatalgesundheit und markiert den Beginn einer engen operativen FZ-/TZ-Verzahnung im Gesundheitsportfolio in der Kirgisischen Republik.

Programmpartner auf der kirgisischen Seite ist das Gesundheitsministerium mit seinen nachgeordneten Institutionen. Der deutsche Beitrag wird im Wesentlichen von der KfW-Entwicklungsbank (KfW) umgesetzt und durch den Einsatz von Fachkräften des Centrums für Internationale Migration und Entwicklung (CIM) flankiert. Er wird von regionalen Vorhaben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ergänzt.

Die deutsch-kirgisische Zusammenarbeit im Gesundheitssektor nutzt, wo immer möglich, Synergien, die sich zwischen bilateralem und multilateralem Engagement sowie globalen, von der Bundesregierung unterstützten Sektorinitiativen wie „Providing for Health“ und der „Partnership for Maternal, Newborn, and Child Care“ ergeben.

Eröffnung eines Feldscher- und Hebammenstützpunktes in Issyk-Atinskij Rayon

Am 23. Januar eröffnete die Referentin für Entwicklungszusammenarbeit der Botschaft, Petra Hippmann, gemeinsam mit dem Regionaldirektor der KfW, Thomas Lehmann, einen Feldscher- und Hebammenstützpunkt...

Deutschland unterstützt das kirgisische Blutspendewesen

Die Schlüssel von sieben spezialisierten Fahrzeugen für das kirgisische Blutspendewesen überreichte im Namen der Bundesregierung am 10. Dezember 2014 Direktor des KfW Büros in Bischkek Thomas Edgar Le...

KfW finanziert neues Tuberkulose Krankenhaus in Bischkek

Am 19. Juni unterzeichneten die kirgisische Gesundheitsministerin Dinara Sagynbaeva und der Regionaldirektor Zentralasien der KfW, Thomas Lehmann, in Anwesenheit von Botschafterin Gudrun Sräga, eine b...

KfW unterstützt kirgisische Gesundheitsreform

Am 23. 4. 2014 unterzeichneten die Abteilungsleiterin für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien der KfW Entwicklungsbank, Eva Witt, und die Ministerin für Gesundheit der Kirgisischen Republik, Dinara S...

Einweihung eines Referenzlabors für Tuberkulose in Bischkek

Am 9. Juli 2013 wurde in Bischkek das neue nationale Referenzlabor für Tuberkulose-Diagnostik in der kirgisischen Republik eingeweiht. Das Labor ist ein Vorhaben des kirgisischen Gesundheitsministeriu...

Gesundheitsreform

Laborarbeiten im Robert-Koch-Institut

Regionales Sektorschwerpunktpapier des BMZ

Hier finden Sie regionales  Sektorschwerpunktpapier des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) zum Download.

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ, hervorgegangen aus der Fusion von Deutscher Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Deutschem Entwicklungsdienst (DED) und Internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt)) führt in Kirgisistan hauptsächlich Programme und Projekte in den Bereichen Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Bildung und Gesundheit sowie Umwelt und Klima durch.