Eröffnung der Ausstellung im Kirgisischen Nationalen Gapar Aitiew-Museum für Bildende Künste

Am 7. September 2016 um 15:00 Uhr fand im Kirgisischen Nationalen Gapar Aitiew-Museum für Bildende Künste die Eröffnung der Ausstellung statt. Die Ausstellung gewährt mit über sechzig Zeichnungen und Druckgrafiken von Paula Modersohn-Becker und ihren Künstlerkollegen aus Worpswede sowie mit dokumentarischen Fotografien aus dem Leben Modersohn-Beckers einen Einblick in einen der bedeutendsten Abschnitte der deutschen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Ende der 1880er ließen sich junge Maler in dem kleinen Dorf Worpswede unweit der Stadt Bremen im Norden Deutschlands nieder. Sie gründeten eine Künstlerkolonie und widmeten ihre Werke der unberührten Natur dieses entlegenen Landes, seinen Menschen und ihrer patriarchalen Lebensweise Bild vergrößern
Nach einer Reihe von Ausstellungen in den größten Kunstzentren Deutschlands feierte die Worpsweder Künstlergemeinschaft Mitte der 1890er Jahre ihre ersten Erfolge.

Um die Jahrhundertwende begannen weitere Künstler und auch Schriftsteller, das idyllische Dorf aufzusuchen. Unter den Nachfolgern und Schülern der Meister befand sich Paula Becker, deren Wunsch, den Beruf einer Malerin auszuüben, eine Herausforderung für die damalige Gesellschaft darstellte. Das Talent der jungen Künstlerin entwickelte sich unter dem bedeutenden Einfluss der Mitglieder der Worpsweder Künstlerkolonie wie Otto Modersohn, Fritz Mackensen, Hans am Ende, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler. Bild vergrößern
Johann Heinrich Vogeler war der jüngste im Kreis der Worpsweder Künstler. Nach dem Ersten Weltkrieg, den Vogeler als Zeichner an der Ostfront miterlebte, kehrte er erfüllt von den Idealen eines Leo Tolstois, Michael Bakunins und Peter Kropotkins als revolutionärer Friedensprediger und Sozialreformer nach Worpswede zurück. Später reiste er in die Sowjetunion, lebte in Moskau, wurde deportiert und starb 1942 in einem Dorf nahe der Stadt Karaganda.

Die Ausstellung ist im Kirgisischen Nationalen Gapar-Aitiew-Museum für Bildende Künste bis zum 28. September 2016 zu sehen. Bild vergrößern

Die Ausstellung wird von Goethe-Institut Kasachstan und dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) mit Unterstützung der Deutschen Botschaft Bischkek durchgeführt.

„Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder“

IFA - Institut für Auslandsbeziehungen

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