Leiter des DDR-Museums besuchte Kirgisistan anlässlich Ausstellung zum Kalten Krieg durch die deutsche Botschaft Bischkek

Im Rahmen der Ausstellung „Der Kalte Krieg – Beginn, Geschichte und Ende“ veranstaltete die Deutsche Botschaft Bischkek eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 30.11.2016 in der Kirgisischen Staatlichen Technischen Razzakov-Universität, die am 1.12. in der Arabaev-Universität wiederholt wurde.

Vortragende waren der deutsche Historiker Dr. Stefan Wolle, zurzeit wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin mit dem Thema: „Das geteilte Deutschland im Kalten Krieg" sowie Frau Dr. Damira Umetbaeva mit dem Titel: "Memory of Soviet Socialism and the Cold War in the Periphery: of History Textbooks' and History Teachers' Narratives in post-Soviet Kyrgyzstan."

Zur Person Stefan Wolle

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Wolle studierte Geschichte in Ost-Berlin. 1972 wurde er aus politischen Gründen von der Humboldt-Universität relegiert und arbeitete als Hilfsarbeiter. Anschließend setzte er von 1973 bis 1976 sein Studium fort. Von 1976 bis 1989 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1984 wurde er promoviert. Nach dem Fall der Mauer wurde er Sachverständiger für die Stasi-Akten am Runden Tisch, Mitarbeiter des Komitees für die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit und des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Von 1991 bis 1996 war er wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität, dann Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Von 1998 bis 2000 war Stefan Wolle Referent bei der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, seit 2002 ist er Mitarbeiter des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin.

Seit 2005 ist Stefan Wolle Wissenschaftlicher Leiter des DDR Museums.

Zur Ausstellung

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Vom 22. November bis zum 1. Dezember 2016 zeigte die deutsche Botschaft die Ausstellung „Der Kalte Krieg – Anfang, Geschichte und Ende“ in Bischkek in der Ausstellungshalle des Künstlerverbandes im Eichenpark. Die Ausstellung wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zusammengestellt Bild vergrößern

Gezeigt wurden Kopien von Dokumenten, Fotografien und Karikaturen aus der Zeit des Kalten Krieges. Die Unterlagen stammten aus Archiven, Museen und Medien in Deutschland, Großbritannien, Russland und den USA. Sie umfasste den Zeitraum vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Auflösung des Warschauer Paktes und der Sowjetunion.

Leiter des DDR-Museums besuchte Kirgisistan anlässlich Ausstellung zum Kalten Krieg