Deutschland und Kirgisistan fördern gemeinsam den Jugendsektor
Anlässlich des Besuchs einer Prüfmission der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zur Vorbereitung eines deutsch-kirgisischen Jugendvorhabens haben der Jugendminister der Kirgisischen Republik, Aliyasbek Alymkulov, und Entwicklungsberaterin der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bischkek, Marion Edel, am 20. Dezember 2011 zu einer Informationsveranstaltung über die Ergebnisse und Perspektiven der deutsch-kirgisischen Entwicklungszusammenarbeit im Jugendsektor in das Jugendministerium eingeladen. Kirgisische Projektpartner präsentierten gemeinsam mit GIZ-Vertreterinnen und Vertretern einen Einblick in die gemeinsamen Vorhaben zur Förderung der Jugend und diskutierten im Anschluss mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Jogorku Kenesch, der Regierung und Zivilgesellschaft Kirgisistans, internationaler Geber und der Medien über die weitere Ausgestaltung der Kooperation im Jugendsektor.
Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hatte anlässlich der internationalen Geberkonferenz am 27. Juli 2010 in Bischkek zusätzliche Mittel in Höhe von 3 Mio. Euro für die Förderung eines Neuvorhabens der Technischen Zusammenarbeit zugesagt. Es soll zur Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt insbesondere der jüngeren Bevölkerungsgruppen im ländlichen Süden des Landes sowie zur Verbesserung der Ausbildung von Jugendlichen beitragen. Während der deutsch-kirgisischen Regierungsverhandlungen 2011 sagte Deutschland für den Zeitraum 2011-2012 neue Mittel in Höhe von 26,0 Mio. Euro für die bilaterale Technische und Finanzielle Zusammenarbeit zu. Innerhalb dieser Zusagen wurde ein weiteres neues Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit zur Unterstützung der institutionellen Entwicklung des kirgisischen Jugendsektors vereinbart. Es wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Entwicklung (GIZ) vorbereitet und durchgeführt.
Kirgisistan ist ein wichtiger Partner der deutschen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit (EZ). Die 1992 nach Erlangung der Unabhängigkeit Kirgisistans aufgenommene EZ leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes. Deutschland gehört neben den USA sowie Japan zu den großen bilateralen Gebern in Kirgisistan. Innerhalb der EU ist Deutschland der größte Geber. Daneben beteiligt sich Deutschland mit umfassenden Beiträgen an Programmen der EU, UN, Weltbank, ADB und EBRD.